Geschichte des Tagebaus Scheibe

Der Tagebau Scheibe (VEB BKW Welzow) hatte entsprechend der geringen Feldesgröße nur eine relativ kurze Lebensdauer. Die Entwässerungsarbeiten im Bereich des Tagebaues begannen im Jahr 1982. Ende des Jahres 1985 wurde die Rohkohleförderung aufgenommen.

Die Abbauform des Tagebaues Scheibe war so angelegt, dass der künftige Restsee nur von gewachsenen Böschungen umgeben ist. Der an Kippen auftretenden Setzungsfließgefahr sollte damit entgegen gewirkt werden.

Während der Laufzeit des Tagebaues bis zum Abschluss der Auskohlung am 26.11.1996 wurden insgesamt 225,6 Mio. m³ Abraum bewegt und 52,6 Mio. t Rohkohle gefördert. Die Rohkohle diente hauptsächlich der Versorgung der Brikettfabriken in Schwarze Pumpe sowie der Kraftwerke Schwarze Pumpe und Trattendorf. Die Transporte erfolgten über die elektrifizierte Kohleverbindungsbahn Scheibe-Schwarze Pumpe-Trattendorf. Der Betrieb des Tagebaues Scheibe war mit der Devastierung der Ausbauten der Ortschaft Burg im Jahr 1984 und von Scheibe (Ortsabbruch 1986/87, amtliche Umsiedlerzahl: 23 Personen) verbunden.

Im Februar 1997 erfolgte die Einstellung der bergbaulich und sanierungstechnologisch bedingten Wasserhebung des Tagebaues. Die Sanierungsarbeiten organisierte die LMBV mbH. Es ist vorgesehen, 2012 die Flutung des Scheibe Sees abzuschließen und damit das touristische Potential und die Naherholungsmöglichkeiten vollständig nutzbar zu machen.