In der Sitzung des Braunkohlenausschusses am 14. Dezember 2006 wurde durch die Planungsgemeinschaft Richter+Kaup und Schmidt & Schindler aus Görlitz das vom Regionalen Planungsverband in Auftrag gegebene „Entwicklungskonzept für die Gemeinden Schleife (Slepo), Trebendorf (Trjebin) und Groß Düben (Dźěwin) unter den Bedingungen des langfristigen Bergbaus“ vorgestellt. In einem Zeitraum von ca. 13 Monaten waren in den zukünftig vom Braunkohlentagebau Nochten betroffenen Gemeinden Recherchen zu den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bedingungen durchgeführt und unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien der Tagebauentwicklung die Zukunftschancen dieser Region herausgearbeitet worden. Das Entwicklungskonzept empfiehlt für jede Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Schleife (Slepo) entsprechende Entwicklungsziele, konkrete Projekte sowie Vorschläge für Umsiedlungsstandorte.
„Das Entwicklungskonzept hat sehr gute Chancen, in den Gemeinden auf breite Akzeptanz zu stoßen, da die Bürger in den Prozess der Erarbeitung von Beginn an einbezogen waren“ so der Vorsitzende des Braunkohlenausschusses, Landrat Bernd Lange. „Das Entwicklungskonzept ist geeignet, Folgerungen für die Flächennutzungsplanung zu ziehen und vor allem die Diskussion um mögliche Ansiedlungsstandorte innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft zu befördern.“
Landrat Lange betonte die Bereitschaft des Braunkohlenausschusses, die von der Umsiedlung betroffenen Bürger und Gemeinden im weiteren Verfahrensverlauf zu begleiten und zu unterstützen.
Der Braunkohlenausschuss nahm den Abschlussbericht zum Entwicklungskonzept zur Kenntnis und stellt diese Unterlage damit den Gemeinden Schleife (Slepo), Trebendorf (Trjebin) und Groß Düben (Dźěwin) als Grundlage für die weiteren Planungen und öffentlichen Diskussionen zur Verfügung.
In einer weiteren vom Regionalen Planungsverband geforderten Untersuchung für die Umsiedlung der Einwohner der im genehmigten Abbaugebiet des Tagebaues Nochten liegenden Ortsteile wurden alternative Wohnstandorte in einem 20 km-Umkreis ermittelt und bewertet. Diese von der Fachhochschule Lausitz durchgeführte Recherche wird den betroffenen Bürgern und Gemeinden gleichfalls zur Kenntnis gegeben. Es ist vorgesehen, im ersten Quartal 2007 die beiden Untersuchungen mit den Gemeinderäten im Kirchspiel Schleife (Slepo) zu prüfen und für das zweite Quartal 2007 eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Öffentlichkeit anzubieten. Nach einer Auswahl von Vorzugsstandorten wird das Unternehmen Vattenfall Europe Mining AG für Umsiedler gemeinsame Besichtigungen dieser Umsiedlungsstandorte organisieren.
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