Der ländliche Raum der Region Oberlausitz-Niederschlesien bekommt ein Netzwerk

Freitag, 11. Dezember 2009
Gundula Kotte

Auftaktveranstaltung

Das Strategische Netzwerk Ländlicher Raum, dessen Sprecher der Bürgermeister der Stadt Reichenbach/O. L., Andreas Böer ist, präsentiert sich am 14. Dezember 2009 im Schloss Krobnitz bei Reichenbach/O.L. erstmals einem breiteren Kreis. Die Veranstaltung ist der offizielle Auftakt für ein regionales Demografieprojekt. Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung und der veränderte Altersaufbau in der Region Oberlausitz-Niederschlesien beschäftigen zunehmend die Menschen. Sowohl große als auch kleine Kommunen sehen sich mit den Veränderungen konfrontiert. Aber auch die Wirtschaft, viele Vereine und jeder Bürger spüren die Auswirkungen, die sich in den kommenden Jahren noch verstärken werden. Der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien moderiert und unterstützt in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren das Projekt „Strategisches Netzwerk Ländlicher Raum“ Die Auswirkungen dieses demografischen Wandels treffen bereits heute viele Bereiche der Daseinsvorsorge, sei es durch die veränderte Schullandschaft oder den Nachwuchsmangel bei den Freiwilligen Feuerwehren. Daher bedarf es einer Bewertung der wesentlichen Strukturen im ländlichen Raum und deren nachhaltiger Optimierung. Dieser Zielstellung möchte sich das seit Mitte dieses Jahres tätige Netzwerk annehmen. Es widmet sich der Findung, Diskussion und Empfehlung von Strategien für den bedarfsgerechten Erhalt technischer, sozialer und kultureller Infrastrukturen im ländlichen Raum. In diesem Zusammenhang wird auch das Thema kommunaler Finanzausgleich eine Rolle spielen und inwieweit zukünftig flächen- und/oder demografierelevante Faktoren in diesen integriert werden sollten. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Strategiepapiers. Dieses soll praktische Empfehlungen für die in der Region handelnden Akteure beinhalten sowie als fachliche Unterstützung, mit der sich der ländliche Raum gegenüber den politischen Entscheidungsträgern im Freistaat Sachsen positionieren kann, dienen. Nach einleitenden Gesprächsrunden mit den Beteiligten und Experten soll am 14. Dezember 2009 der offizielle Auftakt des Projektes begangen sowie erste Erkenntnisse und Ansätze der bisher diskutierten Themen präsentiert werden. Es werden etwa 50 Teilnehmer u. a. aus Kommunalverwaltungen, staatlichen Verwaltungen, weiteren Trägern von Demografieprojekten sowie den Aktionsräumen der ländlichen Entwicklung der Region erwartet. Hintergrund: Der vollständige Projekttitel lautet: „Zukunftschancen im ländlichen Raum der Modellregion Oberlausitz-Niederschlesien - Aufbau eines regionsweiten Netzwerkes und strategischer Grundlagen für den ländlichen Raum“. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Förderrichtlinie Demografie der Sächsischen Staatskanzlei.