Pressemitteilung

Lausitzer Seenland ist Chance für die Lausitz - Braunkohlenausschüsse setzen klares Signal für eine länderübergreifende gemeinsame Entwicklung - Verkauf und Bewirtschaftung der Tagebauseen muss verbindlich geregelt werden

Donnerstag, 16. Oktober 2003


Senftenberg - Am 16. Oktober 2003 berieten die Braunkohlenausschüsse von Ostsachsen und Brandenburg über eine länderübergreifend abgestimmte gemeinsame Entwicklung des Lausitzer Seenlandes. Das Lausitzer Seenland birgt Chancen und Potentiale für die Region. Deshalb braucht diese Entwicklung Planungssicherheit. Die beiden Ausschussvorsitzenden Dr. Dietmar Woidke (Brandenburg) und Bernd Lange (Ostsachsen) forderten deshalb die zuständigen Landesplanungsbehörden auf, die offenen Fragen des zukünftigen Eigentums und der Bewirtschaftung der entstehenden Tagebauseen zügig zu regeln.

Das Lausitzer Seenland mit seinen zukünftig 14.000 ha Wasserfläche gewinnt zunehmend Konturen. Auf ihrer gemeinsamen Sitzung in Senftenberg erörterten die Braunkohlenausschüsse von Ostsachsen und Brandenburg den Stand der Umsetzung der Sanierungs- bzw. Sanierungsrahmenpläne. Die bergmännischen Sicherungsarbeiten sind nach Bericht des Sanierungsträgers LMBV zu 80 % abgeschlossen. Die Flutung der Tagebauseen hat begonnen und wird etappenweise bis 2015 abgeschlossen. Die Umsetzung der ersten Projekte aus den Nutzungs- sowie Regionalen Entwicklungskonzepten wie die Schaffung schiffbarer Verbindungen zwischen den einzelnen Tagebauseen hat begonnen. Weitere Projekte werden gegenwärtig vorbereitet.

Zum Ergebnis der gemeinsamen Beratung erklärt der brandenburgische Ausschussvorsitzende Dr. Dietmar Woidke, "dass die länderübergreifende Zusammenarbeit im Interesse der Lausitz weiter geführt und vertieft werden muss. Nur gemeinsam", so Dietmar Woidke, "kann das Lausitzer Seenland erfolgreich entwickelt werden:" Der ostsächsische Ausschussvorsitzende Bernd Lange forderte "eine stärkere Unterstützung der Planungsbehörden Sachsens und Brandenburgs zur Erarbeitung eines Teilregionalplanes "Lausitzer Seenland". Wir wollen das "Lausitzer Seenland" gemeinsam und einheitlich nach außen präsentieren."

"Um der zukünftigen Entwicklung Planungssicherheit zu geben, müssen Brandenburg und der Freistaat Sachsen gemeinsam mit der LMBV zügig verbindliche Regelungen zum Verkauf und zur Bewirtschaftung der Tagebauseen vorlegen. Diese Regelungen müssen für alle Seiten tragfähige Träger- und Finanzierungsstrukturen beinhalten", erklärten die Ausschussvorsitzenden Dr. Dietmar Woidke und Bernd Lange abschließend. "Insbesondere die Sanierung des Wasserhaushaltes und die langfristige Stabilisierung der Wasserbeschaffenheit erfordert die abgestimmte Bewirtschaftung aus einer Hand."

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