Der demografische Wandel – dieser Begriff ist momentan in aller Munde, doch manch einer kann sich schwer etwas darunter vorstellen. Im Alltäglichen ist bereits festzustellen, dass wir zunehmend mehr ältere Personen sehen und weniger Jüngere. Nicht so deutlich sichtbar ist jedoch, dass wir insgesamt auch weniger werden. Zurückzuführen ist dieser Prozess auf eine seit Jahren geringe Anzahl von Geburten sowie die hohen Wegzugsraten seit Anfang der 1990er Jahre. Außerdem liegt die Sterberate seit Jahrzehnten über der Geburtenrate. Besonders der ländliche Raum ist von diesen Phänomenen betroffen. Obwohl das ‚Land’ für viele Menschen ein favorisierter Lebensraum ist, halten die Abwanderungstendenzen vor allem bei den jungen Erwachsenen an, was die oben genannten Entwicklungen noch verstärkt.
Das Demografieprojekt „Zukunftschancen im ländlichen Raum der Modellregion Oberlausitz-Niederschlesien – Aufbau eines regionsweiten Netzwerkes und Erarbeitung strategischer Grundlagen für den ländlichen Raum“ hat sich der Fragestellung angenommen, wie das Leben im ländlichen Raum zukünftig gestaltet werden kann und sollte.
Um den Blick in die Zukunft zu lenken, ist es hilfreich zu wissen, wie sich die Region aus demografischer Sicht wahrscheinlich entwickeln wird. Prognosen bieten dazu eine gute Basis. Sie sollten jedoch nicht als festgeschriebene Zukunft gewertet werden.
Mit dieser Broschüre, die ab sofort über den Regionalen Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien zu beziehen ist, wird auf Grundlage der 5. Regionalisierten Bevölkerungsprognose des Freistaates Sachsen die Bevölkerungsentwicklung der Region Oberlausitz-Niederschlesien in den nächsten 15 Jahren betrachtet.
Das Modellvorhaben zum demografischen Wandel ist ein Projekt des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien (April 2009 - Mai 2011). Es wird gefördert aus Haushaltsmitteln der Sächsischen Staatskanzlei (Förderrichtlinie Demografie).
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