Die 71. Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien hat sich unter Leitung von Herrn Landrat Lange in Hoyerswerda am 28.07.2011 ausführlich mit den Verkehrsverbindungen im östlichen Lausitzer Seenland befasst. Anlass hierfür waren die Mitteilungen, dass die im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene B 160 als Verbindung zwischen Weißwasser und Hoyerswerda/Schwarze Pumpe in absehbarer Zeit nicht realisiert werden kann.
Das dringende Erfordernis eine leistungsfähige überregionale Verbindung zwischen der B 97 (südlich Schwarze Pumpe) und Boxberg/O.L. mit Zielrichtung Weißwasser und Görlitz zu bekommen, besteht jedoch weiter. Der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien fordert daher, dass in der Fortschreibung des sächsischen Landesentwicklungsplanes eine entsprechende Straßenverbindung aufgenommen und dann zeitnah realisiert werden soll.
Die Rahmensetzungen sind günstig: Die B 97 von Hoyerswerda nach Schwarze Pumpe ist saniert, von Neustadt/Spree bis Boxberg/O.L. ist seit Jahren die leistungsfähige „Spreestraße“ vorhanden. Es fehlt nur noch der Lückenschluss von Neustadt/Spree zur B 97. Mit dem Bau dieses ca 9 km langen Straßenabschnittes, der auch vorhandene sanierungsbedürftige Straßenabschnitte nutzen kann, ergibt sich für das Lausitzer Seenland eine durchgehende Achse von Großräschen über Sabrodt, Neustadt/Spree bis zum Bärwalder See. Die Industriestandorte Schwarze Pumpe und Boxberg erhalten eine direkte leistungsgerechte Verbindung und mit dem Lückenschluss werden die West-Ost-Verbindungsmöglichkeiten für Weißwasser und Boxberg möglich. Gleichzeitig kann die Linie, die für die B 160-Planung bestimmende Forderung nach einer weiteren West-Ost-Fernverkehrsverbindung nach Polen erfüllen: Ab Boxberg/O.L. können über die B 156 und den Grenzübergang Krauschwitz Ziele in der Woiwodschaft Lebuser Land und über die Staatsstraßen und die B 115 sowie die BAB 4 kann die Niederschlesische Woiwodschaft erreicht werden.
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