Länderübergreifendes Regionalforum zur aktuellen Situation der bergbaubedingten Sulfatführung und Eisenhydroxidbelastung in der Spree sowie der Schwarzen Elster

Das Gebiet der Lausitz ist nicht nur durch den heutigen Braunkohlenbergbau stark beeinflusst sondern auch durch den in der Vergangenheit liegenden. Deren Nachwirkungen sind bis heute zu spüren. Eine davon ist die erhöhte Belastung der Flüsse Spree und Schwarze Elster durch denn Sulfat- und Eisenhydroxideintrag. Hier sind nun Fachleute, Vertreter von Börden und auch die Bergbauunternehmen gefragt, um Lösungen für diese Probleme zu finden.

Der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien sieht sich hier in Zusammenarbeit mit der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald in der Pflicht, ein Podium für die Experten zu bieten, damit auf sachlicher Ebene die Probleme diskutiert und Lösungen gefunden werden können. Letztere können zumeist erst durch eine sinnvolle und zielführende Zusammenarbeit aller gefunden werden. In einzelnen Regionalforen wird seit 2013 über Lösungsansätze informiert und diese einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Folgende Regionalforen fanden seit 2013 statt:

2. Regionalforum am 17. März 2014 in Schleife

Blick in den Tagungsraum zum Präsidium

Neue Erkenntnisse in der Bewältigung der Sulfat- und Eisenhydroxidbelastung führten dazu, diese der Öffentlichkeit vorzustellen. Erstmals konnte von kurzfristig möglichen Gegenmaßnahmen berichtet werden aber auch langfristige Maßnahmen wurden diskutiert, um effiziente Lösungsmöglichkeiten für die Zukunft anzustreben.

So wurde zum Stand des Genehmigungsverfahrens sowie zu einigen rechtlichen Aspekte durch das Sächsische Oberbergamt Freiberg durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg informiert. Über die Realisierung der aktuellen Maßnahmen berichtete die LMBV mbH. Die Vattenfall Europe Mining AG verfolgt zudem einen strategischen Ansatz der zur Vermeidung bzw. Minderung bergbaubedingter stofflicher Belastungen in Fließgewässern.

Ein weiteres Thema waren die Finanzierung der Maßnahmen u. a. durch das Verwaltungsabkommen Braunkohle. Außerdem berichtete die Landesdirektion Sachsen über Steuerung nach Menge und Beschaffenheit im Einzugsbereich der Spree und der Schwarzen Elster und welche sie und die länderübergreifenden Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung dabei spielen kann. Ein Sachstandsbericht erfolgte über aktuelle Erkenntnisse zum Eisenrückhalt in der Talsperre Spremberg.

Es wurde vereinbart, ein drittes Regionalforum stattfinden zu lassen, sobald neue Erkenntisse vorliegen bzw. ein Bericht über die Wirksamkeit von ersten Maßnahmen gegeben werden kann.

Abbildung des Titelblatts des Tagungsbandes

Tagungsband
zum 2. länderübergreifenden Regionalforum der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald und des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien zur aktuellen Situation der bergbaubedingten Sulfatführung und Eisenhydroxidbelastung in der Spree sowie der Schwarzen Elster am 17. März 2014 im Bildungszentrum Schleife

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1. Regionalforum am 2. September 2013 in Cottbus

Auf dem Regionalforum wurde über die Problematik öffentlich länderübergreifend diskutiert und erste Ideen eingebracht, wie man die Verockerung entgegenwirken könne. Mehrere Vorträge richteten sich an die kommunalen und staatlichen Vertreter, auf dem Gebiet tätig zu werden.