"RegioStrat" 2024 - 2026

Der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien (RPV) hat am 24. Juni 2024 den Zuwendungsbescheid für ein Förderprojekt des Bundes im Rahmen des neuen Förderprogramms „Strategische Regionalentwicklung“ erhalten.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) fördert unter dem Kurz-Titel „RegioStrat – Pilotphase 2024 bis 2026“ bundesweit 13 Regionen, die sich der Herausforderung stellen, mit raumbedeutsamen Veränderungen wie Klimaanpassung, Migration, Strukturwandel und demographischer Wandel umzugehen.

Das Projekt „Junge Strategien für eine kreative Raumentwicklung der Region Oberlausitz-Niederschlesien“ des RPV Oberlausitz-Niederschlesien befasst sich mit den beiden letztgenannten Themenkomplexen. im Ergebnis soll ein „Strategisches Regionalentwicklungskonzept“ (SREK) für die Planungsregion Oberlausitz-Niederschlesien stehen. Das SREK soll lösungsorientierte Handlungsstrategien und konkrete Maßnahmen für regionale Träger der Daseinsvorsorge (Landkreis- und Kommunalverwaltungen sowie Bildungseinrichtungen und staatliche Bildungsträger) zusammentragen. Die Inhalte des SREK werden im Rahmen eines moderierten Beteiligungsprozesses und über die verschiedenen Einzelmaßnahmen des Vorhabens vom RPV Oberlausitz-Niederschlesien gebündelt. Durch diese Vorgehensweise ist sichergestellt, dass die auszulösenden regionalen Diskurse, Wirkungen und Umsetzungen der strategischen Leitprojekte des SREK, thematisch rund um die regional derzeitig und v. a. zunehmend prägenden Herausforderungen der Arbeits- bis Fachkräftesicherung, über die Laufzeit des Fördervorhabens hinaus gehen. Angestrebt ist ein Wirkhorizont von 10 bis 15 Jahren.

  • Laufzeit des Förderprojektes: Juli 2024 bis Oktober 2026
  • Gesamtfördervolumen: 320.575,00 Euro
  • Konstituierung eines breiten, gesamtregional wirkenden Projektkonsortiums aus Landkreis- und Kommunalverwaltungen, Trägern der Soziokultur, wissenschaftlichen Institutionen und Bildungseinrichtungen
  • angestrebt ist eine Beschlussfassung des SREK in der Verbandsversammlung des RPV Oberlausitz-Niederschlesien mit Abschluss der Fördermaßnahme im Herbst 2026

Folgende Inhalte und Fördermaßnahmen stehen im Mittelpunkt:

  • aktiver Einbezug von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Zielstellung, echte Wirkungen aus deren Teilnahme zu erzielen, Diskurse anzuregen, v.a. über Umsetzung von zwei größeren Dialogforen,
  • über die Mitwirkung des Deutschen Zentrums für Astrophysik soll analysiert werden, inwiefern neue Bedarfe an Bildungsabschlüssen, neuen Ausbildungsrichtungen bis Studienabschlüsse im gesamtregionalen Kontext bestehen, ausgelöst durch das DZA, perspektivisch des „Living Art of Building“ (LAB) in Bautzen, im Ergebnis dessen soll direkt im Projektkonsortium mit dem Landesamt für Schule und Bildung, Standort Bautzen und der Berufsakademie Sachsen, Standort Bautzen, die regionale Bildungslandschaft zukunftssicher aufgestellt werden,
  • gemeinsam mit kommunalen Entscheidungsträgern soll die Entwicklung von Handlungsstrategien hinsichtlich der drängenden Fragen der Fachkräftegewinnung und der Aufrechterhaltung bis Weiterentwicklung von Daseinsvorsorge-Infrastrukturen (im Projekt geht es um Landkreis- und Kommunalverwaltungen sowie Bildungsinstitutionen) unter Einbezug von Bedürfnissen junger Menschen vorangetrieben werden,
  • im SREK Beiträge zur Stärkung der sozialen Infrastruktur und Vorzüge des Zentrale-Orte-Konzeptes darzustellen: Schwerpunkt bildet zukünftig verstärkende interkommunale Zusammenarbeit für beteiligte und weitere interessierte Gemeinden,
  • Konzeption von möglichen Ausstattungsmerkmalen der zentralörtlich relevanten Bildungsfunktion für zukünftige Raumordnungspläne.

Der folgende Link des BBSR enthält weiterführende Informationen zum neuen Förderprogramm „RegioStrat“ des Bundes und zum zugrundeliegenden Förderaufruf:

https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/regiostrat.html

Abschließend enthält der folgende Link eine Pressemitteilung des BMWSB zur feierlichen, öffentlichkeitswirksamen Übergabe der Programmurkunden am 24. Juni 2024 in Berlin:

https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/Webs/BMWSB/DE/2024/06/regiostrat.html

Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Die Regionalplanung und -entwicklung ist eine der entscheidendsten Prozesse, wenn es um das Fortkommen in unserem Land geht. Als Mutter aller Planungen wird hier das Fundament für erfolgreiche und gute Entscheidungen gelegt. Diese wirken sich unmittelbar auf alle Aspekte des Lebens der Menschen in einer Region aus, also z.B. wie komme ich morgens zur Arbeit, wenn viel mehr Menschen in meiner Region pendeln? Kann ich in der Nähe eine Wohnung oder ein Haus finden? Wie bleibt die Region attraktiv für Kinder und Enkel? Dieses neue, sehr lebenspraktische Förderprogramm für Raumordnung und Regionalentwicklung unterstützt Regionen darin, ihre Vorhaben so gut und so weitsichtig wie möglich aufzusetzen. Aus allen Erfolgen und Fehlern werden künftig auch Erkenntnisse für künftige Vorhaben gewonnen werden.“

Elisabeth Kaiser, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Flächen sind knapp. Steigende Nutzungsansprüche müssen klug mit den Aspekten Energie- und Verkehrswende, Wohnen, demografische Entwicklung, Digitalisierung und Klimawandel bedacht und verzahnt werden. Mit RegioStrat, dem ersten Förderprogramm für Raumordnung und Regionalentwicklung, werden deutschlandweit Regionen bei einer nachhaltigen, resilienten und lebenswerten Transformation unterstützt, um die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort weiter zu verbessern.“

(Erstveröffentlichung der Zitate: BMWSB, 24.06.2024, siehe https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/Webs/BMWSB/DE/2024/06/regiostrat.html, letzter Zugriff am 25.06.2024)

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